Wieviel Stars verträgt die Schweiz?
Kategorien: Meinung
Vanessa Lehmann-Spalleck, am 22. Januar, 2007
Momentan gibt es bereits 6.8 Milliarden Menschen auf der Welt und die Zahl steigt sekündlich. Natürlich wird niemand sich alle Gesichter & Menschen merken können, aber dank der Medien konsumieren wir alle mehr Bilder (ergo sehen mehr Menschen & Gesichter) als je zuvor.
Hilfe!
Die Medien sind es, die uns berühmt machen. Ohne sie und deren 24/7 Erreichbarkeit, wären unsere Stars keine Stars. Sondern nur ganz normale Menschen wie Du und ich. Aber wer will schon im Meer der „No Names“ untergehen? Mit jeder neuen Berühmtheit steigt der Drang nach Individualität.
Nachdem wir unsere lustigen, feiernden, freakigen Gesichter jeden Tag auf tilllate und anderen Plattformen sehen können, steht nun wieder einmal eine weitere Plattform im Rampenlicht. Unsere Chance ein Star zu werden ist wieder greifbar nah. Nach “Deutschland sucht den Superstar” und „Popstars“ in unseren Nachbarländern und “Starmania” in der Schweiz, sind wir nun seit dem 7. Januar wieder auf der Suche nach den „MusicStars“.
Die Termine der Ausstrahlung habe ich mir vorgemerkt. Auf keinen Fall werde ich mir auch nur eine weitere Sendung anschauen, geschweige denn einen Rappen dafür ausgeben, für „meinen“ Star anzurufen, um ihn ins Finale zu katapultieren; um mir Freudentränen der Angehörigen anzuschauen, deren 12-jähriges Kind es ins Finale geschafft hat; noch deren schlechte, selbstgemachte Fan-T-Shirts.
Da schalte ich doch lieber um auf arte.tv und schaue niveauvolle Beiträge über echte Stars. Am 28. Januar über den Künstler Fernand Leger oder am 4. Februar über die „ewigen Cowboys“. Ich suche noch freiwillige Mit-Sitzer auf meiner Couch, die den Star-Rummel leid sind und sinnvolle Beiträge im TV anschauen wollen.
Meines Erachtens hat die Schweiz schon genug musikalisch-fragliche Stars produziert. Oder etwa nicht?


Ich steh drauf.
jetzt muss an nicht mal mehr anrufen sondern man kann einfach ein sms schreiben.
ziemlich cool.
:-)
Ich finde diesen Medienrummel um diese pubertierenden Jugendliche furchtbar. Diese Kinder wollen Stars sein, können aber kaum bis 100 zählen. Anstelle ihre (und unsere) Zeit zu vergeuden, sollten die sich lieber hinsetzen und ihre Hausaufgaben machen.
Fabienne, Sandra oder Bryan… mir doch egal! Jetzt, wo alles vorbei ist, kann ich mich ja outen, dass ich lediglich knappe 5 Minuten in die Halbfinalsendung reingezappte, bevor ich, gelangweilt und beschämt über den Musikgeschmack meiner Generation den TV abgeschaltet habe. Glücklicherweise bietet die Schweiz und auch Zürich genügend Alternativen zu MusicStar. Mein Highlight der jungen schweizer Musikszene in den vergangenen Monaten war der Rockhighway, ein Bandcontest Ende letzten Jahres, wo an insgesamt 9 Abenden noch echte Musik gespielt wurde, wenn auch nicht alles nach meinem Gousteau. Mein Favortit der 35 Bands die teilgenommen haben: die 2.-platzierten Dyonikal (www.dyonikal.ch), junger Funk-Rock aus Zürich! Wer bereits jetzt die Nase voll hat, von “unserem” neuen MusicStar Fabienne, kann sich vielleicht am groovigen Sound dieser talentierten Jungs erfreuen. Viel Spass!
Wie herrlich entspannt doch die letzten Sonntag Abende gewesen sind, mit all den MusicStar Fans, die auf ihre Sofas gefesselt waren. Die das Maag-Areal schon Stunden vor der Show belagert haben, nur um einen Blick auf die letzten Beinahe-Stars zu ergattern.
Ja ja, ich weiss die Quote spricht gegen mich. Ich gehöre zu einer Minderheit, die das ganze Pop-Drama nicht freiwillig über sich haben ergehen lassen. Sondern die sich freiwillig verweigert haben. Ob das wohl irgendwo in einer Akte notiert wird???
Aber was machen die Fans jetzt, wo alles vorbei ist???
Keine Berichte mehr über Börni, Sandra, Brian und wie sie alle heissen. (Ich musste schon für diese Namen auf die offizielle Website schauen!) Was machen diese Leute jetzt mit ihren Sonntag Abenden?
Das Schweizer Fernsehen hat sich aber bestimmt schon etwas einfallen lassen, was ihrem Leben wieder einen neuen Sinn geben kann. Ich bin schon gespannt auf die neuen Formate.
Es geht doch nur ums Geld.Die meisten Sternchen verschwinden doch ganz schnell im Nirvana oder enden wie die
Britney Spears
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